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Fix the driver behind crashes, sound loss and screen glitchesFind Drivers →Clear out junk files and repair common Windows errorsFree Scan →Scan for outdated or missing drivers - takes under a minuteDriver Scan →Infineon erhielt von der Europäischen Kommission eine Geldbuße von 56,7 Millionen Euro, weil das Unternehmen nach Feststellung der Kommission mit Wettbewerbern Preise für DRAM-Lieferungen an große PC- und Serverhersteller koordinierte. Die EU-Kommission verhängte die Sanktion im Jahr 2010; Infineon bekam eine Ermäßigung von 45 Prozent wegen seiner Kooperation im Kronzeugenprogramm. Ein separates US-Verfahren endete 2004 mit einem Schuldbekenntnis und einer Strafe von 160 Millionen US-Dollar – diese Summe und die dort genannten Tatzeiträume gehören nicht zum EU-Bußgeld.
Worum ging es beim DRAM-Kartell?
DRAM steht für dynamischen Direktzugriffsspeicher, einen Speicherchip, der unter anderem in Computern und Servern eingesetzt wird. Im EU-Verfahren ging es nicht um den Verkauf einzelner RAM-Module an Verbraucher, sondern um Preisabsprachen bei DRAM-Lieferungen an große PC- und Server-OEM, also Hersteller, die Computer oder Server bauen und Speicherchips dafür einkaufen.
Die Europäische Kommission stellte fest, dass Infineon-Mitarbeiter regelmäßig und wiederholt Kontakte mit Wettbewerbern hatten. Dabei seien Preise und Preisabsichten während Verhandlungen mit großen PC- und Serverherstellern diskutiert und geteilt worden. Nach der Darstellung der Kommission zielten die Kontakte darauf ab, Preise zu koordinieren und den Wettbewerb zwischen Lieferanten einzuschränken. Der Entscheidungsauszug nennt auch den Austausch weiterer wirtschaftlich sensibler Informationen und Kontakte im Umfeld von Ausschreibungs- beziehungsweise dynamischen Gebotsverfahren. Die Zusammenfassung der EU-Kommissionsentscheidung und der Entscheidungsauszug zu Infineon beschreiben den Sachverhalt.
Welche Strafe verhängte die EU gegen Infineon?
Die Kommission beschloss die Sanktion am 19. Mai 2010 im Verfahren COMP/38.511. In der 2011 veröffentlichten Zusammenfassung wird für Infineon eine EU-Geldbuße von 56,7 Millionen Euro genannt. Die Kommission gewährte dem Unternehmen eine Ermäßigung von 45 Prozent nach der Kronzeugenregelung. Diese Angaben beziehen sich auf das EU-Verfahren und nicht auf eine US-Strafe.
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Die Kommissionszusammenfassung nennt Infineons Beteiligungszeitraum vom 14. November 1998 bis zum 15. Juni 2002. Das Verfahren betraf mehrere Unternehmen: Die Kommission führt neben Infineon weitere beteiligte Firmen und Geldbußen auf und vermerkt, dass Micron eine Geldbuße erlassen wurde. Es handelte sich daher nicht um ein ausschließlich gegen Infineon geführtes Verfahren.
EU-Verfahren und US-Verfahren im Vergleich
Infineon war auch Gegenstand eines gesonderten Verfahrens in den Vereinigten Staaten. Das US-Justizministerium teilte 2004 mit, Infineon Technologies AG habe sich schuldig bekannt und einer Strafe von 160 Millionen US-Dollar zugestimmt. Laut dieser Mitteilung betraf die US-Verschwörung den Zeitraum vom 1. Juli 1999 bis zum 15. Juni 2002. Die Beträge und Zeiträume lassen sich nicht zusammenrechnen oder gleichsetzen: Es waren Verfahren in unterschiedlichen Rechtsordnungen mit unterschiedlichen Verfahrensarten.
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| Merkmal | EU-Verfahren | US-Verfahren |
|---|---|---|
| Behörde und Jahr der Mitteilung | Europäische Kommission; Beschluss von 2010, Zusammenfassung veröffentlicht 2011 | U.S. Department of Justice; Mitteilung von 2004 |
| Verfahrensart | Kommissionsentscheidung und Geldbuße | Schuldbekenntnis und strafrechtliche Geldstrafe |
| Für Infineon genannter Zeitraum | 14. November 1998 bis 15. Juni 2002 | 1. Juli 1999 bis 15. Juni 2002 |
| Sanktion | 56,7 Millionen Euro Geldbuße; 45 Prozent Ermäßigung nach der Kronzeugenregelung | 160 Millionen US-Dollar Strafe |
Die US-Angaben stammen aus der Mitteilung des US-Justizministeriums. Der Dollarbetrag ist keine Umrechnung oder Ergänzung zur EU-Geldbuße.
Was bedeutet die Kronzeugen-Ermäßigung?
Die 45-prozentige Ermäßigung bedeutet, dass die Kommission bei der Bemessung der Infineon-Geldbuße die Kooperation des Unternehmens im Rahmen der Kronzeugenregelung berücksichtigte. Sie ist kein eigener Betrag und ändert nichts daran, dass die Kommission Infineon als Beteiligten an der festgestellten Zuwiderhandlung aufführte. Die EU-Zusammenfassung nennt für Infineon sowohl die Geldbuße als auch die Ermäßigung.
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Was lässt sich aus dem Fall für Verbraucher ableiten?
Der Fall belegt eine behördlich festgestellte Koordinierung von DRAM-Preisen im Geschäft zwischen Chiplieferanten und großen PC- und Serverherstellern. Die verfügbaren Verfahrensangaben beziffern jedoch weder einen konkreten Aufpreis für Verbraucher noch eine bestimmte Auswirkung auf einzelne Computer, Server oder RAM-Module. Aus den historischen Sanktionen folgt deshalb keine belastbare Aussage über heutige Speicherpreise oder aktuelle Produkte.
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