KI verändert vor allem einzelne Aufgaben, Arbeitsabläufe und Qualifikationsanforderungen – sie ist kein Beleg dafür, dass ganze Berufsgruppen kurzfristig verschwinden. Entscheidend ist, wie Unternehmen die Technik einsetzen, welche menschlichen Tätigkeiten bleiben und ob Beschäftigte an der Umstellung beteiligt werden.
Welche Jobs wird KI ersetzen?
Eine verlässliche Liste von Berufen, die durch KI sicher wegfallen, lässt sich aus den verfügbaren Zahlen nicht ableiten. Berufe setzen sich aus unterschiedlichen Aufgaben zusammen: KI kann einzelne davon übernehmen oder unterstützen, während andere weiterhin menschliches Urteil, Kommunikation oder praktische Arbeit erfordern. Deshalb ist es sinnvoller, nach betroffenen Tätigkeiten und Arbeitsabläufen zu fragen als nur nach Jobtiteln.
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt in ihrer 2025 veröffentlichten Analyse, dass weltweit eine von vier beschäftigten Personen in einem Beruf mit irgendeinem Grad an Exposition gegenüber generativer KI arbeitet. Die ILO erwartet für die meisten dieser Jobs eher eine Veränderung der Arbeit als vollständige Redundanz, weil weiterhin menschlicher Input benötigt wird. Exposition bezeichnet hier ein mögliches Potenzial für Auswirkungen – nicht die Zahl der Stellen, die tatsächlich wegfallen werden. ILO: Generative AI and jobs: A 2025 update
Auch die Bewertungsmethodik der ILO ist keine Beschäftigungsprognose: Der mittlere Automatisierungswert ihrer Aufgabenbewertung sank von 0,30 im Jahr 2023 auf 0,29 im Jahr 2025; die Standardabweichung fiel im selben Vergleich von 0,30 auf 0,14. Diese Kennwerte beschreiben die Verteilung der Bewertungen, nicht einen Anteil verlorener Arbeitsplätze.
Do these 3 things before closing this tab:
1Clear out junk files and repair common Windows errors2Scan for outdated or missing drivers - takes under a minute3Repair Windows errors before they cause bigger problems#1 Best Overall
Wie verändert KI den Arbeitsmarkt?
Aufgaben werden automatisiert oder ergänzt
Generative KI kann beispielsweise Sprach-, Bild- und Videoinhalte erstellen. Dadurch können bestimmte Medien- und Webaufgaben stärker automatisierbar werden. Die ILO hat für ihre Aktualisierung von 2025 knapp 30.000 Aufgaben auf sechsstelliger Berufsebene bewertet und vier Stufen der GenAI-Exposition unterschieden. Das zeigt, warum selbst innerhalb eines Berufs die Betroffenheit unterschiedlich sein kann. ILO: Generative AI and jobs: A 2025 update
KI kann außerdem menschliche Fähigkeiten ergänzen und die Produktivität erhöhen, statt eine Tätigkeit vollständig zu übernehmen. Welche Wirkung ein System tatsächlich hat, hängt unter anderem davon ab, ob es im Betrieb eingeführt wird, wie Beschäftigte es nutzen und ob die Organisation Arbeitsabläufe oder Personalentscheidungen verändert. Die ILO weist zudem auf algorithmisches Management und die menschliche Datenarbeit hin, die hinter KI-Systemen stehen kann. ILO: Artificial intelligence adoption and its impact on jobs
Rank #2
Wirkungen verteilen sich ungleich
Betroffenheit hängt nicht nur von der Technik ab. Beruf, Branche, Qualifikation, Geschlecht, Region und Arbeitsorganisation beeinflussen, welche Aufgaben sich verändern und wer Zugang zu neuen Möglichkeiten hat. Die ILO findet Unterschiede nach Geschlecht und Einkommensregion; ein globaler Durchschnitt sagt daher nicht automatisch voraus, was in einem bestimmten Land oder Betrieb geschieht.
Für OECD-Länder ordnet die OECD rund 27 Prozent der Beschäftigung Berufen mit dem höchsten Automatisierungsrisiko zu. Das ist eine Risikokategorie, keine Vorhersage, dass dieser Anteil der Beschäftigten entlassen wird oder bereits automatisierte Stellen ausübt. OECD: Using AI in the workplace: Opportunities, risks and policy responses
The Tool Desk
Outbyte PC Repair FREEClear out junk files and repair common Windows errorsFree Scan →Outbyte Driver Updater FREEScan for outdated or missing drivers - takes under a minuteDriver Scan →Was zeigen die Zahlen zu Produktivität und Arbeitsqualität?
Beschäftigte berichten neben möglichen Vorteilen auch von Belastungen. In der OECD-Befragung von 2024 sagten vier von fünf Befragten, KI verbessere ihre Arbeitsleistung; drei von fünf gaben an, sie steigere ihre Freude an der Arbeit. Das sind Antworten aus einer Befragung und kein Nachweis, dass KI bei allen Beschäftigten ursächlich dieselben Wirkungen hat.
| Beobachtung | Was sie aussagt |
|---|---|
| Vier von fünf befragten Beschäftigten berichteten 2024, KI verbessere ihre Arbeitsleistung. | Befragungsergebnis der OECD, keine universelle Wirkung oder Kausalitätsmessung. |
| Drei von fünf befragten Beschäftigten berichteten 2024, KI steigere ihre Freude an der Arbeit. | Befragungsergebnis der OECD, keine Garantie für andere Beschäftigte oder Arbeitsplätze. |
| Rund 27 Prozent der Beschäftigung in OECD-Ländern entfielen auf Berufe in der höchsten Automatisierungsrisikokategorie. | Risikoeinstufung der OECD, nicht der Anteil abgebauter oder künftig sicher wegfallender Stellen. |
Dieselben OECD-Arbeiten benennen auch Sorgen über höhere Arbeitsintensität, Erhebung und Nutzung von Beschäftigtendaten sowie Ungleichheit. Ob KI die Arbeit verbessert, hängt deshalb nicht allein davon ab, ob ein Werkzeug Zeit spart: Auch Arbeitsmenge, Kontrolle über die eigene Tätigkeit und der Umgang mit Daten sind relevant. OECD: Using AI in the workplace: Opportunities, risks and policy responses
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin untersucht auf Grundlage der DiWaBe-2.0-Daten Zusammenhänge zwischen KI-Nutzung und Merkmalen der Arbeitsqualität. Ihr Bericht stellt Handlungsspielraum und Arbeitsintensität in den Mittelpunkt; daraus folgt nicht automatisch, dass KI in jedem Betrieb eine dieser Dimensionen verbessert oder verschlechtert. BAuA: KI-unterstützte Arbeit: zwischen Handlungsspielraum und Arbeitsintensität
Was bedeutet das für Beschäftigte in Deutschland?
Internationale Schätzungen sollten nicht ungeprüft auf den deutschen Arbeitsmarkt übertragen werden. Für Deutschland betrachtet das OECD-Kapitel zur Arbeitswelt unter anderem Qualifikationsanforderungen, Rollen, Arbeitsorganisation und Beschäftigungsverhältnisse. Es nennt Kompetenzmangel als wesentliches Hindernis für die Einführung von KI bei Arbeitgebern und verweist auf Reformbedarf bei Weiterbildung und Umschulung Erwachsener. Daraus lässt sich jedoch kein einheitlicher Qualifikationskatalog für alle Beschäftigten ableiten: Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Tätigkeit und Betrieb. OECD: Die Arbeitswelt in Deutschland
Best Value
Die BIBB-Zusammenfassung der DiWaBe-2.0-Erhebung berichtet, dass KI am Arbeitsplatz häufig informell eingeführt wird. Die konkrete Nutzung hängt mit individuellen und beruflichen Faktoren zusammen, darunter Bildung, Alter, Geschlecht, Wirtschaftszweig und Berufssegment. Für diese Erhebung wurden 2024 rund 9.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland befragt. Die Befragung beschreibt Nutzung und Zusammenhänge; sie belegt nicht, dass ein einzelner dieser Faktoren allein die KI-Nutzung verursacht. BIBB: Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz
Independent reader supportYour contribution helps us test, update, and keep practical guides available for everyone.Welche Fähigkeiten brauchen Beschäftigte künftig?
Die Quellen begründen keine einzelne Fähigkeit, die für jeden Beruf künftig unverzichtbar wäre. Sinnvoll ist stattdessen, die Anforderungen der eigenen Tätigkeit und den konkreten KI-Einsatz im Betrieb zu betrachten. Für Beschäftigte und Arbeitgeber helfen Fragen wie diese, den Weiterbildungsbedarf einzugrenzen:
- Welche Aufgaben im Arbeitsablauf unterstützt oder übernimmt das System – und welche bleiben in menschlicher Verantwortung?
- Welche Kenntnisse braucht es, um KI-Ergebnisse in dieser Tätigkeit zu prüfen und sinnvoll zu verwenden?
- Verändert die Einführung vor allem die nötigen Qualifikationen, das Arbeitstempo oder die Verteilung von Aufgaben?
- Wer ermöglicht und finanziert die Weiterbildung, und wann können Beschäftigte sie während der Arbeit wahrnehmen?
- Werden Beschäftigte und ihre Interessenvertretungen an der Einführung und an der Bewertung ihrer Folgen beteiligt?
Die OECD benennt Weiterbildung und Umschulung als wichtige Themen für Deutschland, aber die passende Maßnahme richtet sich nach Beruf und Betrieb. Weil Kompetenzmangel laut OECD auch die Einführung von KI hemmen kann, ist Qualifizierung nicht nur eine individuelle Aufgabe: Arbeitgeber und weitere Beteiligte müssen dafür geeignete Möglichkeiten schaffen. OECD: Die Arbeitswelt in Deutschland
Welche Regeln gelten für KI bei Personalentscheidungen?
Im Beschäftigungskontext ist KI besonders sensibel, wenn sie Personalentscheidungen oder die Überwachung von Beschäftigten beeinflusst. Bestimmte Systeme für Einstellungen, Beförderungen, Kündigungen, Aufgabenverteilung oder Überwachung werden im EU AI Act als Hochrisiko-KI eingeordnet. Die Einordnung hängt vom konkreten System und seinem Einsatzzweck ab; nicht jede Nutzung von KI am Arbeitsplatz fällt automatisch in diese Kategorie. Für konkrete Pflichten und Fristen sind die jeweils geltenden amtlichen EU-Rechtsvorschriften maßgeblich. EUR-Lex: Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt und die Arbeitsbedingungen
Schafft KI mehr Arbeitsplätze, als sie vernichtet?
Die hier angeführten Zahlen beantworten diese Bilanzfrage nicht: Sie bewerten Aufgabenexposition, Automatisierungsrisiken, Befragungsantworten oder KI-Nutzung, nicht die künftige Nettozahl von Arbeitsplätzen. Deshalb wäre es ebenso unbelegt, aus ihnen einen sicheren Stellenabbau wie einen garantierten Beschäftigungszuwachs abzuleiten. Für Beschäftigte sind die konkreteren Fragen, welche Aufgaben sich im eigenen Beruf ändern, wie der Betrieb die Technik einführt und ob Weiterbildung sowie Mitgestaltung möglich sind.
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